Blick in mein 450 Liter Aquarium
Blick in mein 450 Liter Aquarium
Bildausschnitt aus meiner grünen Hölle
Bildausschnitt aus meiner grünen Hölle

Wasserwechsel und Filterreinigung

Der Wasserwechsel ist für mich die wichtigste Arbeit bei einen Aquarium. Ich führe aller 14 Tage einen 25% Wasserwechsel durch. Er ist immer mit den zurückschneiden der Pflanzen und den Putzen der Scheibe verbunden. Aufgefüllt wird immer mit selbsthergestellten Schwarzwasser.
Der 14tägige Rhythmus wird von mir nur unterbrochen bei Urlaub oder wenn der Aussenfilter gereinigt wurde.
Vor wenigen Jahren gab es noch die gängige Meinung, das Aquarium einmal im Jahr komplett auszuräumen, alles richtig saubermachen und wieder einräumen. Die Arbeit kann man sich sparen. Dadurch wird ein Großteil des Microorganismus im Aquarium zerstört, dieser ist aber unteranderen, für den Abbau von Pflanzenresten oder aber auch für die Reinheit des Wassers immens wichtig. Dasselbe gilt auch für die Reinigung des Aussenfilters. Mein Aussenfilter wird erst saubergemacht wenn er fast nicht mehr pumpt oder Pflanzen in der Nähe des Ausströmers so einen bräunlichen Belag bekommen. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, das im Filter die unterschiedlichen Schwämme, selbst im oberen Bereich des Filters, so verschmutzt sind, das der Dreck wieder ins Becken gepumpt wird. Meinen Filter muß ich nur noch einmal im Jahr säubern, was immer mit lauwarmen Wasser gemacht werden sollte um nicht alle Bakterien abzutöten. Auch muß er nicht 100% sauber sein, denn es sollen ja Bakterien und Microorganismen übrigbleiben und weiterarbeiten. Zu-und Ablaufschläuche werden von mir nie saubergemacht.
Der Hahn am Auslassadapters (Out) ist bei mir immer so gedrosselt,das nur eine geringe Strömung im Becken ist. Das ist aber immer wieder mal zu überprüfen,er muß mehr geöffnet werden, umso verschmutzter der Filter wird, denn dann wird die Durchflussmenge automatisch weniger.

Dieser Vorfilter von Eheim ist für mich das sinnvollste Produkt der letzten Zeit. Zum einen ist er mit knapp 11 Euro relativ günstig, zum anderen verlängert er die Laufzeit meiner Außenfilter enorm, was mir gerade bei der Pflege meiner Pflanzenbecken hilft. Der Vorfilter passt auf drei unterschiedliche Absaugrohrgrößen und ist absolut leicht zu handhaben und sauber zu machen. Dadurch das er gerade in einen Pflanzenaqarium das ganze Pflanzenmaterial vor den Außenfilter wegnimmt, wird die Laufzeit des Außenfilters verlängert, was der Bakterienkultur beim reinigen des Wassers hilft und natürlich verringert sich auch der Zeitaufwand etwas.

Wem er zu klein ist, durch die Modulbauweise kann er natürlich jederzeit problemlos erweitert werden. Für meine Becken, das größte fasst 450L, reichen die zwei Module völlig aus.

Da ich meine Becken generell mit Schwarzwasser auffülle, sieht es beim Reinigen des Filters natürlich sehr braun aus. Die Reinigung erfolgte hier ungefähr nach 10 monatlicher Laufzeit.

Heizung

 

Ein paar kurze Anmerkungen zum Thema Wassertemperatur in Aquarien

Habe in jeden meiner Aquarien einen Heizstab installiert. Diese sind alle auf die niedrigste Stufe eingestellt die möglich ist, also ca. 17 Grad, 18 Grad ist die erste geschriebene Zahl auf der Skala. Da die Zimmertemperatur bei mir immer über 20 Grad liegt, ist das mit den Heizstäben nur eine Vorsichtsmaßnahme gegen unvorher zusehende Sachen wie Ausfall der Zentralheizung oder Sturmschäden an Fenstern.

Für mich sind allerdings die Temperaturabfälle und Anstiege das wesentlich interessantere an der Sache. Die unterschiedlichen Tages - und Nachttemperaturen spiegeln vielmehr die natürlichen Zyklen der Natur wieder. Das macht unsere Fische und Pflanzen vitaler und robuster. Fische danken es uns mit längeren und agileren Leben, Pflanzen mit besseren Wuchs, denn wir sollten es der Natur nachmachen, nicht umgekehrt. Nicht jeden Tag scheint in den Herkunftsgebieten unserer Fische und Pflanzen die Sonne gleichlang, gleichstark, die Wassertemperaturen ändern sich teilweise um mehr als 10 Grad, nicht jeden Tag ist das selbe Nährstoffangebot vorhanden. Wenn wir unsere Aquaristik naturnaher gestalten, läßt sich immer noch der eine oder ander Euro sparen, viel wichtiger ist aber das wir unseren Fischen, aber auch unseren Pflanzen, ein viel natürlicheres Biotop bieten.

Zur Tier- und Artgerechten Haltung soll und muß jeder Aquarianer so viel wie nur möglich versuchen beizutragen. Also traut euch, ihr werdet viele positive Veränderungen feststellen können.

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© Mario Hamann