Blick in mein 450 Liter Aquarium
Blick in mein 450 Liter Aquarium
Bildausschnitt aus meiner grünen Hölle
Bildausschnitt aus meiner grünen Hölle

Muss man Wasserpflanzen düngen?

Aber Natürlich!
Deshalb gibt es bei mir Flüssigdünger, aller 3-4 Tage. Früher hieß es es immer zum Wasserwechsl einen ordentlichen Schluck. Aber was passiert wenn der ordentliche Schluck nur bis vier Tage vor den Wasserwechsel reicht. Pflanzen wachsen jeden Tag, deswegen sollte auch jeden Tag ein gutes Nährstoffangebot im Becken vorhanden sein. Lieber etwas häufiger, dafür weniger. Bei den Flüssigdünger habe ich keinen Favoriten, ich probiere jeden mal aus und habe da keine Unterschiede erkennen können. Man kann eigentlich nicht viel falschmachen, selbst wenn mal etwas mehr hineingeschüttet wurde. Den Düngeintervall um ein paar Tage erweitern und es passt wieder. Etwas sorgfältiger sollte man mit den Düngevorgaben bei den neuen flüssigen Kohlenstoffdüngern umgehen. Da ich neue Sachen immer ausprobiere, so auch diese! Leider war ich nicht aufmerksam genug und habe kräftig gedüngt, diese Unaufmerksamkeit haben mir sämtliche Vallisnerien nicht verziehen. Über Nacht waren alle Vallisnerien matschig geworden, vergleichbar mit den Aussehen bei der Cryptocorydenfäule. Ansonsten bin ich der Meinung das eine normale Nährstoffversorgung über die bekannten Flüssigdünger, wenn sie stetig und an die Menge der Pflanzen angepasst ist, immer noch die bessere Lösung darstellt.
Allerdings bin ich nicht gegen eine Zugabe von CO2 in Pflanzenbecken, wenn es in gasförmigen Zustand zugeführt wird. Kohlenstoff und Eisen sind die wichtigsten Micronährstoffe für das Pflanzenwachstum. Da ich sehr viele überzählige Pflanzen aus meinen Becken verkaufe und die Gefahr besteht, das Pflanzen die Umstellung auf Becken ohne eine konstante Kohlenstoffversorgung nicht unbeschadet überstehen, muß ich auf diese Maßnahme weitestgehend verzichten. Weitestgehend heißt: meine Anlage ist noch aus meinen 128l Becken und wurde nicht an das neue 450l Becken angepasst. Es hätte der Flipper vergrößert werden müssen.
Auch das Auffüllen meiner Aquarien mit meinen selbstgebrauten Schwarzwasser hilft den Pflanzen. Wasserpflanzen die in Schwarzwasser gehalten werden, sind in der Lage die vorhandenen Micronährstoffe z.B. Eisen, besser aufzunehmen, was wiederum ein besseres Wachstum bedeutet.

 

Seit einigen Jahren verwende ich Flüssigdünger von Sera. Für mich ein gutes Preis/Leistungsverhältnis und Sachen die über längere Zeit funktionieren ändere ich nicht.

 

Noch ein paar Anmerkungen zu einigen neuen und alten Hilfsmitteln.


Bodenheizung: meine Becken stehen auf einer 10mm starken Styroporplatte, die reicht und verbraucht keinen Strom, für mich unsinnig. Hat auch den Nachteil, wenn man von Zeit zu Zeit mal ein paar Pflanzen rausnimmt die ein starkes Wurzelwerk ausbilden (z.B. Echinodoren) hängt unter Umständen die Bodenheizung mit darin fest.


Bodendünger und Granulate: viele Startersets sind speziell auf den Wurzelwuchs ausgerichtet, für den Blattwuchs gibt es dann noch ergänzende Flüssigdünger. Als ich mit meinen Aquarien anfing hieß es,der Bodengrund sollte eher grob und rund sein,das gewährleistet eine gute Durchflutung,was wiederum eine gute Nährstoffversorgung auch der Wurzeln garantiert. Umso kleiner der Kies umso dichter liegt er,und das vorher beschriebene funktioniert schlechter.
Deshalb und aus finanziellen Gründen,verwende ich Kies aus der örtlichen Kiesgrube und dünge meine Becken mit Flüssigdüngern wie oben beschrieben. Sachen die bei mir seit Jahrzehnten funktionieren können so falsch nicht sein,und nicht alles was neu rauskommt muß auch in jedes Aquarium. Lieber das gesparte Geld in das etwas mehr an Pflanzen investieren,Sie werden viel mehr Freude an Ihren Aquarium haben.


Düngekungeln: funktionieren, beim Arbeiten mit der Mulmglocke ist allerdings vorsichtiges agieren angesagt, damit man nicht soviel von den Dünger mit absaugt.


Fazit; es gibt viele nützliche aber ebensoviele unnütze Sachen, einiges kann man, vieles sollte man und etliches brauch man nicht ausprobieren. Ich bleibe bei meinen Flüssigdüngern, gutes Preis/Leistungsverhältnis, einfache Handhabung und schnell Aufnahme durch die Pflanzen garantiert.

Der von mir in den letzten Jahren verwendete Flüssigdünger von Sera.

Blick von oben in mein 450 Liter Becken
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© Mario Hamann